Sport und Ernährung – die große Umstellung mit Erfolg!

Wer kenn das nicht? Der Sommer ist vorbei, dunkle Wolken bedecken den Himmel, es wird kalt. Hält der Herbst Einzug, nimmt die Motivation ab. Es wird früh dunkel und Kekse und Gebäck locken täglich.

Für viele ist das der Punkt, an dem Sport nur noch zur Nebensache wird und gesunde Ernährung kein Thema mehr ist. Im Winter verschärft sich die Situation. Für Berufstätige ist es nach Feierabend bereits dunkel. Somit verspührt man keine Lust auf Sport oder große Aktivitäten. Für mich wurde diese Zeit zur Falle. Ich ernährte mich immer ungesünder und machte keinen Sport mehr.

Mit dem Jobwechsel fiel dann noch die tägliche Bewegung zu den Bahnhöfen weg, die immerhin 4000 Schritte ausmachten. Das Fahren mit dem Auto und die Arbeit am Computer, die mit viel Sitzen verbunden ist, ließen mich in einen Teufelskreis geraten, aus dem ich so schnell nicht wieder heraus kam. Ein Wille, etwas zu ändern war da, wenn auch nur schwach. Um die Weihnachtszeit verschärfte sich die Situation durch viele Feiern, verbunden mit sehr viel Essen. So vergingen Monate. Mein einziger Sport war die tägliche Suche nach Süßem. Nach jeder Mahlzeit musste ich etwas süßes essen. Es war fast schon zwanghaft, wie eine Sucht. Gemüse? Was ist das? Ich spürte förmlich, wie ich von Tag zu Tag träger und lustloser wurde. Ich kam aus diesem tiefen Loch nicht mehr heraus.

Glücklicherweise war der  Winter nur noch in den letzten zügen. Es wurde wärmer und heller. So auch meine Stimmung und Motivation, etwas zu ändern. Zur ersten Motivation sah ich mir Fotos von mir selbst an, als ich noch weniger Gewicht auf die Waage brachte. Viele lassen sich genau davon demotivieren, aber das ist ein Fehler. Daher mein Tipp:

Nehmt Euch Fotos von trainierten Menschen, die Eurer Meinung nach eine gute Figur haben. Eine Figur, von der Ihr Euch vorstellen könnt, diese auch zu haben. Nehmt Euch keine utopischen Ziele vor. Zumindest nicht für den Anfang. Der Körper stellt sich auf alle Veränderungen ein, aber dafür braucht er Zeit. Schaut Euch das Foto an, projeziert in Gedanken Euch in diesen Körper. Fühlt, wie Ihr von den Mitmenschen wahrgenommen werdet. Es können dabei negative Gedanken aufkommen: „So werde ich nie aussehen“, „Ich probiere es lieber mit Diäten“, „Ich habe dafür keine Zeit“.

Das Motto eines Spitzensportlers lautet: „Es gibt tausend Gründe, es nicht zu tun aber nur einen, es zu tun: Nämlich Du selbst!“

Das muss man erst einmal sacken lassen. Im Internet haben tausend Menschen über tausend verschiedene Wege ihren Traumkörper ralisiert. Aber welcher ist der richtige? Das muss jeder für sich selbst heraus finden! ABER: Der Weg bis dorthin ist für alle der gleiche: Sport und gesunde Ernährung. Dafür ist unser Körper seit Jahrtausenden programmiert. Vernachlässigt man einen der Teile, funktioniert er nicht richtig, wird depressiv und krank.

Ich habe mir gerne die Urlaubsfotos angesehen. Mehrere Jahre über hatte ich eine gute Figur und war zu der Zeit stolz darauf. Diese Fotos haben mich aber zu dem Zeitpunkt eher demotiviert, da ich der Meinung war, das schaffe ich nicht mehr. Lasst Euch von solchen Gedanken nicht abbringen und nicht demotivieren.

Wieder verging ein Monat. Inzwischen war es Mai. Es wurde wärmer und endlich wieder Zeit, die kurzen Hosen zu tragen. Letztes Jahr hatte ich mir richtig schöne Sommerklamotten zugelegt. Voller Freude nahm ich sie aus dem Schrank. Die Ernüchterung folgte direkt. Die Hosen bekam ich am Bauch nicht zu! Die T-Shirts zogen einen feinen Bogen nach außen im Bauchbereich. Auch hier machte ich den Fehler und ließ mich davon Demotivieren! Macht nicht den gleichen Fehler. Sagt Euch in Eurem Inneren: Da passe ich wieder rein! Zumindest war das die Initialzündung, grundlegend etwas an meinem Lebensstil zu verändern. Da es sich der Mensch gerne leicht macht, informierte ich mich über Diäten und sogar Kryolipolyse. In diesem Verfahren wird Fettgewebe eingefrohren, so sollte man sich innerhalb von kurzer Zeit an Problemzonen von Fett trennen können.

Ich habe mich dagegen entschieden. Dieses Verfahren ist nicht nur teuer, es birgt auch Nebenwirkungen. Zusätzlich ändert man ja nicht seinen Lebensstil und futtert sich womöglich die Polster innerhalb kurzer Zeit wieder an. Es kam nur ein Weg in Frage, nämlich der härteste von allen: Ernährung komplett umstellen und Sport.

Wichtig ist zu Beginn immer: Bereitschaft, Willenskraft, Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen. Hört sich schwieriger an, als es ist.

Der Körper stellt sich auf alle Gewohnheiten ein. Esst Ihr Abends zum Beispiel nichts mehr, habt Ihr in den ersten Wochen Abends hunger. Danach ist der Körper an die Ernährung gewöhnt und nach dem Mittagessen seid Ihr satt bis zum Frühstück. So hatte ich bereits vor 7 Jahren von 86kg abgenommen auf 66kg. Ich war mächstig stolz auf meinen flachen Bauch, konnte sogar Größe S tragen. Jedoch habe ich mit dem eingelagerten Wasser und dem Fett auch einen hohen Teil an Muskelmasse abgebaut. Ich hatte noch nie so dünne Arme. Das ist das gefährliche an Diäten oder am Fasten. Weniger Muskelmasse im Körper bedeutet nicht nur mehr frieren im Winter, sondern auch weniger Kalorierenverbrauch im Leerlauf. Ihr nehmt also viel schneller zu.

Mit den Jahren kamen auch die Pfunde wieder auf meine Hüften. Letztendlich war ich nach 7 Jahren wieder ganz am Anfang. 81kg. Deshalb sollte es keine Diät und kein Verzicht von Mahlzeiten mehr sein. Ernährung und Sport. Ernährung macht 70% aus, Sport 30%. Es gibt Läufer, mit Dicken Bäuchen. Viele machen Sport, belohnen sich im Anschluss dafür aber gerne mit Süßkram oder deftigem Essen. Frei nach dem Motto: „Das habe ich mir verdient“. Das führt nicht ans Ziel. Wie stellt man nun seine Erhährung um? Welcher Sport ist empfehlenswert?

Für ein Fitness Studio wollte ich monatlich nicht zahlen, es hätte auch nicht zum Ziel geführt. Ich wollte ganzheitlich fit und drahtig werden und keine großen Muskelberge aufbauen. Dazu bot sich eine Fitness App an. Ich mochte den Sportler, gab der App in einem Probemonat eine Chance und kaufte mir das dazu gehörige Kochbuch.

Ich begann mit Schritt 1:

Den Kühlschrank ausmisten.

Schritt 2:

Die Rezepte ausprobieren.

Das Kochen machte mir Spaß und ich entdeckte neue Geschmacksrichtungen. Ja es gibt ein Leben nach der Pizza.

Der Sportler setzt auf viel Gemüse, gesunde Fette und Proteine. Kohlenhydrate in geringen Mengen. Außer nach dem Sport, da darf es auch mal

etwas mehr sein.

Schritt 3:

3x die Woche 20 Minuten ein in einem Video geführten Training.

Bald machte mir Sport wieder Spaß. Ich fing zusätzlich an zu Joggen und fuhr bei schönem Wetter die 21 Kilometer zur Arbeit mit dem Fahrrad.

Wichtig in dem Programm:
Die Messung der eigenen Körperdaten. Jede Woche machte ich ein Foto von mir, nahm Maß an meinem Bauchumfang und stellte mich auf die Waage.

Das Fazit: Jede Woche schmolz ca 1 Kilogramm, der Bauchumfang um mehrere Zentimeter.

Klar, der Körper gibt zuerst das eingelagerte Wasser frei, durch die wenigen Kohlenhydrate war der Bauch flacher. Dennoch spürte ich am ganzen Körper eine Veränderung.

Kochen machte Spaß, das Essen schmeckte besser, als das Fertigzeug, ich hatte jeden Tag mehr Energie. Nie machte morgens der Blick in den Spiegel mehr spaß. Ich hatte Energie, verpürte Freude, konnte auch nach der Arbeit noch Dinge anpacken, die über Monate liegengeblieben waren. Meine Mutter sagte immer: „Wenn die das können, dann kannst Du das auch“.

Recht hat sie! Was spricht dagegen? Verschließt Euch nicht, wehrt Euch nicht, versucht es einfach. Steigert Euch von Tag zu Tag. Jeder steht mir irgendwas am Anfang, täglich.

Ich bin mit der Fitness App einen der tausend Wege gegangen. Welcher Weg der richtige für Dich ist, musst Du entscheiden.

Ich poste hier demnächst vorher / nachher Fotos.

Schreibt einen Kommentar oder schreibt mich direkt an. Ich gebe gerne Tipps, helfe bei der Motivation oder gerne auch beim Kochen oder bei dem Moment zwischen „Ich würde ja gerne“ und „Ich packe das jetzt an“.

Größe: 1,75 M

01.05.2017: 81 Kilogramm, unbeweglich, träge

01.07.2017: 75 Kilogramm, motiviert, voller Kraft und Energie

 

 

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